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Obedience beinhaltet: Gruppenarbeit bei-Fuß-gehen Bleib-Übungen Abrufen Vorausschicken Apportieren Steh, Sitz, Platz aus der Bewegung Distanzkontrolle Geruchsunterscheidung
Zusammenfassend sind es sehr vielseitige Übungen,
die Kopfarbeit nicht nur bei unseren Vierbeinern erfordern!

Beim Training ist die positive Bestärkung, d. h.
Futter und/oder Spielzeug, in ganz besonderem Maße geeignet, Hunden die Übungen
beizubringen.
Im Obedience wird großer Wert auf freudige
Zusammenarbeit während und zwischen den Übungen gelegt sowie der
präzisen gemeinsamen Ausführung der Aufgaben; deshalb ist dies sogar ein
eigenständiger Teil in der Prüfungsordnung. Das Mensch-Hund-Team soll ein perfektes,
harmonisches Zusammenspiel zeigen.
Beim Training ist darauf zu achten, dass der Hund
keine Übung gegen seinen Willen macht, sondern dass er alles, was von ihm
verlangt wird, auch selbst tun will!
Es gilt, den Hund zu
bewegen, mitmachen zu WOLLEN!
Grundsätzliche Regel: ein Hund ist nicht
wirklich stur, er möchte nur Herrchen/Frauchen veranlassen, über die
Erziehungsmethode nachzudenken.
Der Blickkontakt ist im Obedience sehr erwünscht.  Frühzeitig schon mit dem Junghund geübt, erhält man die
reinsten "Guckwunder". Ältere Hunde lernen es auch!
Die Obedience-Prüfungsordnung (PO) wurde überarbeitet und
gilt ab 01.01.2012 mit vier Leistungsstufen:
Die Beginnerprüfung bleibt unverändert national.
Die Klassen 1, 2 und 3 sind international und unterliegen dem FCI.
Eine Prüfung wird je nach erreichter Punktzahl mit
"Gut", "Sehr Gut" oder "Vorzüglich" bestanden.
Jedoch kann nur mit der Wertnote vorzüglich in der nächst höheren Stufe
gestartet werden.
Die Höchstpunktzahlen in den Stufen Beginner und
Klasse 2 bis 3 sind jeweils 320 Punkte
ein vorzüglich gibt es ab 256 Punkte
ein sehr gut ab 224 Punkte
ein gut ab 192 Punkte
Die Höchstpunktzahl in der Klasse 1 sind 280 Punkte
ein vorzüglich gibt es ab 224 Punkte
ein sehr gut ab 196 Punkte
ein gut ab 140 Punkte
Die Farbmarkierungen bedeuten die entsprechende Rosettenfarbe.
Eine mehrfarbige Rosette gibt es für den Tagessieger.
In der Beginner-Klasse liegt der
Schwerpunkt der Übungen auf die Wesensüberprüfung des Hundes,
d. h. seinem Verhalten gegenüber anderen Hunden und anderen Menschen.
In den Leistungsklassen Obedience 1, 2 und 3 finden kontinuierlich
ansteigende Leistungsanforderungen statt.
Die Klassen beinhalten
folgende Übungen:
Beginner
1. Verhalten gegenüber anderen Hunden
2. Stehen und Betasten
3. Gebiss zeigen
4. Ablage in der Gruppe
5. Leinenführigkeit
6. Freifolge
7. Sitz aus der Bewegung
8. Kommen auf Befehl (Abrufen aus der Box)
9. Zurücksenden zum Platz (schicken in die Box)
10. Bringen (10 m Entfernung auslegen)
11. Umgang Mensch - Hund
Klasse
1
1. 2 Minuten Liegen in einer Gruppe ohne Sichtkontakt
2. Freifolge (incl. 2 Schritte vor und zurück, Laufschritt, Art
der Wendungen frei wählbar)
3. Steh aus der Bewegung (10 m - Kommando - 10 m)
4. Abrufen (auf gerader Linie, 20 - 25 m)
5. Sitz aus der Bewegung (10 m - Kommando - 10 m)
6. Box schicken mit Platz (15 m, kein Handzeichen)
7. Apport (10 m werfen, nur Holz; 2. Wurf erlaubt mit Punktabzug)
8. Kontrolle auf Distanz (5 m,
Sitz-Platz-Sitz-Platz)
9. Hürdensprung (nur Rückspung,
max. Höhe 50 cm, kein Handzeichen)
10. Gesamteindruck
Klasse
2
1. 1 Minuten Sitzen in einer Gruppe mit Sichtkontakt
2. Freifolge (incl. 2 Schritte vor und zurück, langsamer Schritt,
Laufschritt auch im Winkel und in der Wendung)
3. Steh und Sitz aus der Bewegung
4. Abrufen mit Steh (25 - 30 m)
5. Box schicken mit Platz und Abrufen (25 m, kein Handzeichen)
6. Apport mit Richtungsanweisung (nur Holz)
7. Geruchsunterscheidung aus max. 6 Hölzchen (HF darf 10 Sek. Holz
anfassen)
8. Kontrolle auf Distanz (10 m,
Sitz-Steh-Platz-Sitz-Steh-Platz oder Steh-Sitz-Platz-Steh-Sitz-Platz)
9. Apport über eine Hürde (Holz oder Metall wählbar)
10. Gesamteindruck
Klasse
3
1. 2 Minuten Sitzen in einer Gruppe ohne Sichtkontakt
2. 4 Minuten Liegen in einer Gruppe ohne Sichtkontakt
3. Freifolge (incl. 2 Schritte rechts, links, vor, zurück;
langsamer Schritt und Laufschritt auch im Winkel und in den Wendungen,
180°-Drehung)
4. Steh, Sitz und Platz aus der Bewegung
5. Abrufen mit Steh und Platz (30 - 35 m)
6. Voraussenden zu einem Kegel und von dort in die Box (10 m zum
Kegel, 25 m zur Box)
7. Voraussenden zu einem Kegel und von dort Richtungsapport auf
Anweisung
8. Metallapport über die Hürde
9. Geruchsunterscheidung aus max. 6 Hölzchen (HF darf 5 Sek. Holz
anfassen)
10. Kontrolle auf Distanz (15 m, Sitz-Steh-Platz, jeden Wechsel zweimal
in vorgegebener Reihenfolge)
Allgemeines für die Klassen 1 bis 3:
Alle Apportel müssen aus Holz und vom Verein sein, der die Prüfung
durchführt.
Vor jeder Übung kommt die Steward-Ansage: "Übung beginnt!"
Zum Abschluss der Übung kommt die Steward-Ansage: "Übung beendet!"
Zusammenfassend kann man
sagen, Obedience verbindet Freude am gemeinsamen Erarbeiten der Übungen,
gepaart mit konzentrierte Präzision.
Ist Euer Interesse
geweckt worden, seid ihr herzlich zu Übungsstunden willkommen.
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